Dann wollen wir mal starten…

Die ersten Beiträge sind immer die schwersten Beiträge, finde ich zumindest. Ich für meinen Teil sitze seit erstellen dieser Blog Seite zu Hause rum und zerbreche mir den Kopf, über was ich wann schreiben soll. Und sowieso, wie fängt man sowas an? Direkt der Sprung ins kalte Wasser? Nein nein, noch einmal tief durchatmen und von Vorn beginnen.

Hallo, mein Name ist Marisa.

Das ist doch schon mal ein gelungener Start. Nachdem ihr jetzt meinen Namen kennt, dürft ihr noch wissen dass ich ü30 bin und mein Leben oft ganz schön chaotisch ist. Leider nicht immer auf diese sympatisch-chaotische Art sondern chaotisch chaotisch.

Denn ich bin psychisch erkrankt. Durch eine nicht so gelungene Kindheit und Jugend mit Missbrauchsvorfällen und gewalttätigen Beziehungen habe ich ein Breitband an Diagnosen erlangt: posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) mit Depersonalisation, rezidivierende depressive Störung, Essstörung (Binge Eating Disorder) und Angststörung mit Panikattacken.

Durch meine Erkrankungen habe ich irgendwie nichts erreicht, von dem, was ich dachte erreichen zu müssen. Ein guter Schulabschluss? Pah! Nach drei Schulwechsel inklusive Klassen Wiederholung habe ich mit Biegen und Brechen so gerade eben meine mittlere Reife erreicht. Einige Jahre später hatte ich nochmal versucht, mein Fachabitur zu machen und hab die Prüfungen haushoch versemmelt.

Von drei angefangenen Ausbildungen musste ich zwei aus psychischen Gründen abbrechen und schaffte die dritte, eine Helferausbildung, nur mit viel Glück. Ich habe es also nie schaffen können, eine Fachkraft Ausbildung zu absolvieren. Vielleicht ganz gut, wenn man bedenkt dass die gewählte Branche (pädagogisch/pflegerischer Bereich) in meinem Fall eh nicht die beste Wahl war – denn die darauf folgenden Jobs, die ich hatte, konnte ich immer im Höchstfall für zwei Jahre halten, bis ich dann schlussendlich wieder vollends zusammen gebrochen bin.

An den letzten großen Fall kann ich mich sogar noch recht gut erinnern, denn das Ganze ist erst ein paar Jahre her. Es endete darin, dass ich durchschnittlich alle vier bis acht Wochen in der Notaufnahme des Klinikums war, weil ich dachte ich würde sterben. Während der Arbeitszeit konnte ich mich nicht mehr konzentrieren, auf den Wegen zwischen meinen Klienten schob ich regelmäßige Panikattacken. Meine Vorgesetzten machten es mir nicht gerade einfacher, denn ich wurde zusätzlich unter Druck gesetzt. Mit schweren Fällen wurde ich allein stehen gelassen, ich musste Überstunden kloppen bis zum Erbrechen und wenn ich mal einen Hilfeplan etwas verspätet eingereicht habe, ja dann Prost Mahlzeit. Irgendwann begann mein Körper und meine Seele zu streiken, ich konnte einfach nicht mehr. Zum Glück (ja, inzwischen wirklich zum Glück!!!) wurde mein Vertrag nicht verlängert und ich wurde bis zum Auslauf meines Vertrags in den bezahlten Urlaub geschickt.

Da saß ich also, psychisch und körperlich vollkommen am Ende, ohne berufliche Perspektive, zu Hause mit meinem Hund auf dem Schoß.

Und genau da beginnt eigentlich meine Geschichte – und vor allem die Geschichte von Hodor und wie er mir hilft. Ich würde euch gern noch so viel mehr davon erzählen, jetzt sofort…aber dann platzt vermutlich mein Schädel 😉 Ihr dürft aber gespannt sein zum Beispiel auf die Geschichte, wie ich überhaupt zu Hodor kam, denn diese werde ich die kommenden Tage erzählen.

 

 

2 Kommentare zu „Dann wollen wir mal starten…

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