Leichtigkeit durch mehr Achtsamkeit – ein Versuch

Bei der Therapie gestern sagte ich, dass ich ein wenig Leichtigkeit im Leben bräuchte. Diese Eigenschaft beneide ich nämlich zutiefst bei Menschen, die sie besitzen – denn für mich selbst ist das wirklich schwere Arbeit, mal NICHT alles so schwer zu nehmen 😉

Aber wie erreiche ich diese Leichtigkeit? Eine Frage, die mich seit gestern beschäftigt. Ich glaube, ich kann Leichtigkeit erreichen indem ich mehr Vertrauen aufbaue. In Hodor zum Beispiel und darauf, dass er einfach ein inzwischen echt zuverlässiger Assistenzhund ist. Aber auch in mir selbst und darauf, dass ich alles schaffen kann, was ich will. Um da wieder ein wenig Feingefühl zu entwickeln, möchte ich versuchen mir unterwegs eine Auszeit von den sozialen Medien zu nehmen. Ja, denn ich muss zugeben ich bin inzwischen zu so ner typischen Handy Tante geworden, die ständig ihr Mobiltelefon zückt um zu ‚facebooken‘, zu ‚twittern‘, einfach dumm dusselig durch die News zu scrollen und so weiter. Ständig die Augen auf WhatsApp und dem Messenger gerichtet, jederzeit erreichbar. Selbst wenn ich draußen unterwegs bin, und gerade echt besseres zu tun hätte….zack, hängt man wieder im Internet fest. Das nervt. Mich – und vor allem Dingen aber mit Sicherheit auch Hodor, wenn ich mitten im Wald mal kurz gucken muss, ob mir nicht irgend ein Schwein geschrieben hat – was meist nicht mal der Fall ist 😛

Also entscheide ich mich ab heute für mehr Achtsamkeit, mir und meinem Hund gegenüber. Ich habe beschlossen, meinen online Status sowie die Lesebestätigungen bei Whatsapp zu deaktivieren; nicht jeder muss wissen, wann ich online bin oder nicht und ob ich schon was gelesen habe oder nicht. Ich darf mir die Zeit nehmen, über meine Antworten nachzudenken und gegebenenfalls nicht direkt zu springen. Ich werde den Facebook Messenger vom Handy deaktivieren, denn schließlich bin ich immer noch darüber erreichbar wenn ich am Laptop sitze – und ich muss nicht ständig in Facebook erreichbar sein. Twitter? Gelöscht. Facebook Seitenmanager? Brauch ich unterwegs auch nicht! Wenn ich etwas auf meine Seite schreiben will, kann ich dies über den Laptop erledigen – somit setze ich mich auch mit meinen Posts mehr auseinander und nehme mir die Zeit dafür, die es braucht. Facebook App? Ja ich gebe zu, die werde ich (vorerst) behalten. Da ich über den Messenger nicht mehr mobil erreichbar bin, habe ich da den Druck raus und ab und an ein wenig reinstöbern, das muss erlaubt sein – schließlich hat jeder Mensch ein Laster 😉 Aber auch das will ich minimiere aufs ’notwendigste‘. Somit ist mein Handy aufgeräumt, von vielen Apps, von denen ich mich leider immer wieder davon abhalten lasse, achtsamer zu sein.

Ich könnte natürlich auch mein Handy einfach zu Hause lassen, so wie ich es heute morgen getan habe…leider passiert dann oft folgendes: wir haben uns natürlich mehr oder weniger verlaufen 😀 Ich wollte eigentlich nur eine etwas größere Runde mit Hodor gehen, die Straße hoch zum Nachbarort, um die Post einzuwerfen und dachte mir zwischendurch „Oh, neuer Weg…das MÜSSEN wir austesten“ – ganz vergessen, dass ich zur Not kein Google Maps dabei habe, um zu überprüfen wo ich lang muss. Natürlich haben wir den Weg nach Hause dennoch gefunden, Hodor sei Dank (soviel zu mehr Vertrauen in meinen Hund setzen 😉 ), aber so ganz wohl war mir nicht dabei. Deswegen ist die Option des Handy einfach nicht mitnehmens nicht sooooooo die beste Idee für mich. Ich mag einfach die Sicherheit, zu wissen dass ich mich an Google Maps orientieren kann. Außerdem sind wir an so tollen Sachen vorbei gekommen, zum Beispiel einem total verwahrlostem Schuppen, die ich gern fotografiert hätte, auch um sie euch hier zeigen zu können. Deswegen bleibt der Beitrag hier heut mal etwas ’nackig‘ 😉

Also, neben dem Schreiben des Beitrags jetzt habe ich mein Handy aufgeräumt. Ich fühle mich dabei…zwiegespalten ehrlich gesagt. Einerseits denke ich „Ohje, hoffentlich hälst du das durch“ – andererseits spüre ich schon jetzt eine Erleichterung und freue mich auf die kommenden Tage mit den Erfahrungen und Erkenntnissen, die ich damit machen werde. Denn ich brauche in meinem Leben mehr Tage wie heute, wo ich einfach vollkommen unbeschwert (außer den leichten Panikanflügen weil man nicht wusste, wo man ist 😛 ) mit meinem Hund durch den Wald streune, mit ihm Wettrennen veranstalte und wir gemeinsam gaaaaaaaaaaaaaanz langsam den echt rutschigen Berg herunter steigen um dann wild jubelnd unten anzukommen (ja…manchmal muss man ein wenig irre sein um Spaß zu haben 😉 )

 

2 Kommentare zu „Leichtigkeit durch mehr Achtsamkeit – ein Versuch

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  1. Liebe Marisa, das ist ein guter Entschluss das Handy in der Tasche zu lassen wenn du mit dem Hodor unterwegs bist. Wenn ich mit Bakira unterwegs bin oder trainiere ist Handy absolut tabu da konzentriere ich mich nur auf das was wir tun. Facebook-App auf Handy zu löschen wäre aber schade(für mich) da ich wenigen PC benutze. Liebe Grüße

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